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Tonsteine & Schiefer

Geologisch verfestigte Tone werden vor allem zur Aufweitung des Kornbandes im Grobkornbereich und zur wirtschaftlichen Optimierung des Trocknungs- und Brennprozesses verwendet. Besonders gut geeignet sind angewitterte bis mäßig verwitterte Tonsteine/Schiefertone. Die Korngrößenverteilung von Tonsteinen/Schiefertonen repräsentiert dabei einen Summenparameter, der aus der primären Partikelgröße, der Festigkeit der diagenetischen Bindungen und der Intensität der Aufbereitung resultiert.

Darstellung der Korngrößenverteilung von Tonsteinen & Schiefern nach WINKLER (1954) & STEIN (1982)
Darstellung der Korngrößenverteilung von Tonsteinen & Schiefern nach WINKLER (1954) & STEIN (1982)

Diagenetisch verfestigte Tone aus dem Mesozoikum werden nach der Art ihrer Absonderungsflächen als Tonsteine oder Schiefertone bezeichnet. Als Basis- und Zusatzstoffe werden sie im Bereich Klinker, Riemchen und Dachziegel eingesetzt. Mergeltonsteine sind Basisrohstoffe für Mauerziegel. Ein Vorbrechen auf Lieferkörnungen möglichst kleiner 0/32 mm erleichtert die Aufbereitung im Ziegelwerk.

Oberkarbon Schieferton, Steinbruch Kälberberg (2013)
Lias Schieferton, Grube Hesslingen (2019)
Malm Schieferton, Steinbruch Ueffeln (2019)

Unter geologischer Auflast werden Tonsedimente mechanisch kompaktiert und entwässert. Dabei werden die Tonminerale parallel zu den Schichtflächen eingeregelt. Durch Austrieb der molekularen Wasserhüllen kommt es zum reversiblen Verlust der Bildsamkeit. Bei fortgeschrittener Diagenese werden Smektite durch partiellen Austrieb des Zwischenschichtwassers in Mixed-Layer-Tone transformiert. Kaolinite werden durch Illite und Chlorite ersetzt.

Diagenese und Mikrogefüge von Tongesteinen (umgezeichnet nach Rothe, P. 2002)
Diagenese und Mikrogefüge von Tongesteinen (umgezeichnet nach Rothe, P. 2002)
Transformation von Tonmineralen (nach Tucker, M. 1985)
Transformation von Tonmineralen (nach Tucker, M. 1985)

Durch tiefe geologische Versenkung und frühmetamorphe Überprägung sind im Paläozoikum gefaltete Ton- und Phyllitschiefer entstanden. Dabei kam es zur kristallinen Entwässerung der Tonminerale in Richtung auf hoch kristallinen Illit und Chlorit. In der Grünschieferzone stellen Serizit und Chlorit den stabilen Endzustand dar. Unverwitterte Ton- und Phyllitschiefer werden als Schiefermehle in Lieferkörnungen kleiner 0/0,6 mm angeboten.

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Mammendorf
39167 Hohe Börde
Best.-Nr.: 6431
Peißen
06406 Peißen
Best.-Nr.: 6376
Großheirath
96269 Großheirath
Best.-Nr.: 6361
Jarnołtówek
48-267 Jarnołtówek, Polen
Best.-Nr.: 6356
Tschirma
07980 Berga OT Tschirma
Best.-Nr.: 6343
Argenthal
55496 Argenthal
Best.-Nr.: 6270
Häger
33824 Werther
Best.-Nr.: 6233
Ueffeln
49565 Ueffeln
Best.-Nr.: 6145
Kälberberg
49509 Recke OT Obersteinbeck
Best.-Nr.: 6144
Kamsdorf
07334 Kamsdorf
Best.-Nr.: 6003